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Förderungen für KI im Betrieb

Der Staat zahlt mit. Welche Programme KI und Digitalisierung im Mittelstand bezuschussen, kurz und mit Quelle.

„Und das gibt es gefördert?" ist der Satz, mit dem ihr das Projekt intern durchbekommt.

Kennt ihr das?

Der Nutzen von KI liegt auf der Hand, aber die Investition muss man intern rechtfertigen: vor dem Mitgesellschafter, vor dem Beirat, vor sich selbst. „Gefördert" ist dann das Argument, das die Diskussion beendet. Nur ist die Förderlandschaft ein Dschungel: Programme laufen aus, Listen im Netz sind ein Jahr alt, und die Hälfte stimmt nicht mehr. Hier steht, was im Juli 2026 wirklich läuft, jeweils mit dem offiziellen Link zum Nachprüfen.

Deutschland, bundesweit

BAFA: Förderung von Unternehmensberatungen für KMU

Zuschuss zu den Kosten einer Unternehmensberatung, auch zu Digitalisierungsfragen. In der Regel 50 Prozent der Beratungskosten auf eine Bemessungsgrundlage von 3.500 Euro, also bis zu 1.750 Euro je Beratung (Stand Juli 2026). Bis zu fünf Beratungen je Unternehmen, höchstens zwei pro Jahr.

Wichtig: Der Antrag muss vor Beratungsbeginn gestellt werden. Rückwirkend geht nichts. Die Richtlinie läuft bis 31. Dezember 2026.

Offizielle BAFA-Seite ↗

INQA-Coaching

80 Prozent der Kosten für bis zu zwölf Coaching-Tage, gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Für KMU mit weniger als 250 Beschäftigten, Sitz in Deutschland, mindestens zwei Jahre am Markt, Jahresumsatz höchstens 50 Millionen Euro. Gedacht für die Verbesserung von Arbeitsabläufen mit Hilfe digitaler Technologien.

Zugang: kostenlose Erstberatung bei einer regionalen INQA-Beratungsstelle, danach ein Coaching-Scheck.

Offizielle INQA-Seite ↗

Mittelstand-Digital Zentren

Rund 30 Zentren bundesweit, kostenfrei und anbieterneutral, gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium. KI-Trainer:innen helfen mit Workshops, Betriebsbesuchen und Test-before-invest beim Einstieg in KI. Kein Antrag nötig, es reicht, ein Zentrum zu kontaktieren.

mittelstand-digital.de ↗

Beispiel Bundesland: Baden-Württemberg

Die L-Bank bietet mit der Digitalisierungsfinanzierung ein zinsgünstiges Darlehen samt Tilgungszuschuss für Digitalisierungs- und KI-Vorhaben zwischen 25.000 und 250.000 Euro. Antrag über die Hausbank. Jedes Bundesland hat eigene Programme, das hier ist nur ein Beispiel, prüft die Angebote eures Landes.

L-Bank Digitalisierungsfinanzierung ↗

Österreich

KMU.DIGITAL

Initiative des Wirtschaftsministeriums und der Wirtschaftskammer Österreich, mit zwei Modulen. Beratung: 80 Prozent, bis zu 3.000 Euro. Umsetzung: 30 Prozent, bis zu 6.000 Euro. Zu den geförderten Themen zählen KI und IT-Sicherheit.

kmudigital.at ↗

aws Digitalisierung

Die Austria Wirtschaftsservice (aws) fördert Digitalisierungsvorhaben ergänzend zu KMU.DIGITAL, mit Zuschüssen im Bereich bis rund 50.000 Euro. Dazu kommen Landesförderungen der einzelnen Bundesländer.

aws.at ↗

Schweiz

Innosuisse

Die Schweiz fördert vor allem Innovation und Forschung, weniger die klassische Beratung. Der Innovationsscheck von Innosuisse gibt bis zu 15.000 CHF für ein erstes Forschungsprojekt mit einer Hochschule, geeignet auch für KI-Pilotprojekte. Größere Vorhaben laufen über Innosuisse-Innovationsprojekte. Voraussetzung ist jeweils ein akademischer Forschungspartner (Fachhochschule, ETH, EPFL oder Universität).

innosuisse.admin.ch ↗

Ergänzend gibt es kantonale Programme und Innovations-Gutscheine. Da diese je Kanton stark variieren, lohnt der Blick auf die Standortförderung des eigenen Kantons.

Europäische Union

European Digital Innovation Hubs (EDIH)

Teil des EU-Programms Digital Europe. Die Hubs sind Anlaufstellen, die KMU beim Einstieg in KI unterstützen. Weil sie öffentlich finanziert sind, sind die Leistungen für Unternehmen meist kostenfrei. Vier Kernleistungen: Test before invest, Weiterbildung, Unterstützung bei der Finanzierungssuche und Vernetzung. Für 2026 wurde das Netz mit verstärktem KI-Fokus erneuert.

EDIH-Netzwerk der EU ↗

Wo wir helfen, und wo nicht

Wir sind keine Fördermittelberater und stellen keine Anträge. Was wir tun: das Vorhaben so zuschneiden, dass eine Förderung überhaupt möglich ist (Antrag vor Projektstart, saubere Abgrenzung von Beratung und Umsetzung), und die Projektunterlagen liefern, die ihr für den Antrag braucht. Den Antrag stellt ihr selbst, mit einem Fördermittelberater oder über die kostenlosen Anlaufstellen oben. So bleibt die Förderung euer Vorteil und wir konzentrieren uns auf das, was wir können.

Stand Juli 2026, ohne Gewähr

Förderprogramme ändern sich laufend: Budgets sind endlich, Fristen verschieben sich, Sätze werden angepasst. Diese Übersicht ist eine Orientierung, keine Förderberatung und keine Rechtsauskunft. Prüft die genauen Konditionen immer über den verlinkten offiziellen Träger, bevor ihr euch darauf verlasst oder einen Antrag stellt.

Erst das Vorhaben, dann der Fördertopf

Sagt uns, was ihr vorhabt. Wir schauen im Erstgespräch gemeinsam, welches Programm oben dazu passt und wie ihr das Vorhaben förderfähig aufsetzt. Ohne Verkaufsdeck, ohne Anruf-Lawine danach.

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